Krampfadern (Varizen)

Leiden Sie an Krampfadern und möchten wissen, welche verschiedenen Therapien Ihnen zur Verfügung stehen? Lassen Sie sich bei uns mit einer schmerzfreien Farbultraschall-Untersuchung abklären und die für Sie optimale Therapie finden.
Unser Team besteht aus europäisch etablierten Fachärzten. Die Erstabklärung obliegt Herr Dr. med. Bruno P. Schwarzenbach. Melden Sie sich für eine Untersuchung an: ANMELDEN oder unter Telefon 044 251 43 00

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Sind die Klappen defekt– in den allermeisten Fällen genetisch- fliesst das Blut in die falsche Richtung zurück ins Bein mit all seinen Folgen wie: Schwergefühl, Schwellung, Ekzem, Thrombosegefahr, Entzündungen, Blutung, Hautschädigung bis zu „offenen Beinen“.

Sind die Klappen defekt, fliesst das Blut in die falsche Richtung zurück ins Bein

Was sind Krampfadern?

Krampfadern sind defekte, erweiterte und oft geschlängelte, wie „Knoten“ imponierende Venen unter der Haut. die Klappenfunktion (Rückschlagventile) sind nicht mehr intakt. Das venöse, verbrauchte und Sauerstoff arme Blut fliesst folglich in die falsche Richtung, zurück in die Peripherie. Dieser verkehrte Fluss führt zu einem erhöhten Venendruck in den Beinen (chronisch venöse Hypertonie) mit der Folge von krankhaften Auswirkungen wie zum Beispiel oberflächlichen Venenthrombosen, Hautekzemen und „offenen Beinen“, lat. Ulcus cruris.

Ursachen von primären und sekundären Krampfadern

Am häufigsten sind primäre Krampfadern genetisch bedingt. Das heisst, bereits die Grosseltern oder Eltern litten unter einer Schwäche der Venenklappen und somit dem Krampfaderleiden mit all ihren Komplikationen.

Während der Schwangerschaft werden alle Venen durch die erhöhten Hormonwerte erweitert. Zusätzlich drückt die Gebärmutter auf die Beckenvenen und führt zu einem erhöhten Druck in den Beinvenen. Ein paar Monate nach der Geburt sind die grossen Krampfadern praktisch nicht mehr sichtbar.

Viel seltener treten Krampfadern nach einer tiefen Beinvenenthrombose, nach Venenentzündungen, Druck (Entrapment- Syndrome) oder Gefässmissbildungen auf.

Häufigkeit der Krampfadern

Krampfadern sind ein weit verbreitetes Problem. Doch als Krankheit werden sie oft zu wenig ernst genommen. Berücksichtigt man sämtliche Schweregrade der Krankheit, liegt die Zahl der Betroffenen weit über 50 Prozent. Wird allgemein die Angst vor gefährlichen Thrombosen und Lungenembolien meist zu hoch eingeschätzt, werden Krampfadern vielfach in ihrem Krankheitswert unterschätzt.

Die Meinung, nur schmerzhafte Krampfadern sollten therapiert werden, ist leider auch heute noch eine falsch, weit verbreitete Meinung. Selbst sehr grosse Krampfadern können über Jahre schmerzfrei bleiben und erst bei Komplikationen wie Thrombosen, Spontanblutungen, Venenentzündungen oder „offenen Beinen“ Schmerzen verursachen. Deshalb sollte auch bei schmerzfreien Krampfadern frühzeitig in den krankhaften Prozess eingegriffen werden, um alle Spätkomplikation frühzeitig zu stoppen.

Krampfadern Symptome

Das Krampfaderleiden kann eine Vielzahl von Beschwerden auslösen wie Schwere-/Schwellungsgefühl, müde, unruhige Beine, nächtliche Beinkrämpfe usw. Erst im fortgeschrittenen Stadium sind Hautveränderungen sichtbar bis hin zu Juckreiz, Spontanblutungen und Hautdefekten („offene Beine“).

Abklärung der Krampfadern

Auf jeden Fall sollten alle grösseren sichtbaren Krampfadern von einem Facharzt abgeklärt werden, auch wenn diese keine Beschwerden verursachen. Durch eine frühzeitige Therapie können Spätschäden wie oberflächliche Thrombosen, Venenentzündungen, spontane Blutungen und offene Beine (Ulcus cruris) verhindert werden.

Das Krampfaderleiden wird in erster Linie mit der Farbultraschall Untersuchung in der Praxis abgeklärt. Diese Untersuchung ist schmerzlos und frei von Gefahren. Die Diagnose kann in den Händen des geübten Spezialisten sofort gestellt und die optimale Therapie mit dem Patienten besprochen werden. Melden Sie sich für eine Untersuchung an.

Krampfadern werden mit der Farbultraschall Untersuchung (A) mit Bild- und Flussdarstellung oder mit der Dopplersonde (B) nur mit Flussdarstellung abgeklärt. Der gesamte Venenabstrom wird mit der Lichtreflexionsrheographie (LRR) (C) gemessen. Die arterielle Durchblutung mit der digitalen Oszillographie (D).

Krampfadern werden mit der Farbultraschall Untersuchung (A) mit Bild- und Flussdarstellung oder mit der Dopplersonde (B) nur mit Flussdarstellung abgeklärt. Der gesamte Venenabstrom wird mit der Lichtreflexionsrheographie (LRR) (C) gemessen. Die arterielle Durchblutung mit der digitalen Oszillographie (D).

Krampfadern entfernen: alle etablierten gängigen Therapieangebote zur Behandlung von oberflächlichen Krampfadern

Das Therapieangebot zur Behandlung von oberflächlichen Krampfadern hat in den letzten Jahren zugenommen. Grössere Krampfadern sind nie ein rein ästhetische Problem und führen in vielen Fällen ohne adäquate Therapie zu Komplikationen. Der frühzeitige Eingriff in den krankhaften Prozess ist deshalb auch bei Beschwerdefreiheit zu empfehlen.

Unser Venenzentrum bietet den Patienten aller Versicherungsklassen alle aktuell gängigen Therapiemöglichkeiten an. Aufgrund der Vorgeschichte von früheren Krampfaderbehandlungen (Anamnese) und der klinischen sowie apparativen Untersuchung (Farbultraschall) kann die Entscheidung zur optimalen Therapiemethode mit dem Patienten besprochen werden.

Welche Therapie soll ich anwenden?

Grundsätzlich muss dasjenige Therapieverfahren angewendet werden, welches für den Patienten den grössten Nutzen bringt. Der Entscheid zur optimalen Therapie hängt in erster Linie von der sinnvollen Einsatzmöglichkeit jeder einzelnen Methode ab. Alle Therapiemethoden haben ihre Vor-und Nachteile und können bei nicht fachgerechter Anwendung mehr Beschwerden und kosmetisch störende Ergebnisse zur Folge haben.

Eine erste entscheidende Rolle zur Planung der geeigneten Therapie ist der anatomisch definierte Typ der Krampfadern, wie zum Beispiel der Ursprungsort (Füllungsquelle), die Grösse und die Ausdehnung der Krampfadern. Diese Befundung ist nur mit einer phlebologischen Grunduntersuchung, dem Farbultraschall, möglich.

Ein weiterer wichtiger Entscheidungsparameter ist die Einschätzung vom Patiententyp. Ängstliche und schmerzempfindliche Patienten sind aus Erfahrung weniger für die ambulante Therapie in lokaler Betäubung zu begeistern und wählen öfters einen kurzstationären Aufenthalt im Spital. Andere wünschen den sofortige Wiedereinstieg ins Berufsleben, oder möchten mit möglichst viel Hightech-Verfahren behandelt werden, oder haben sehr viel Positives gelesen über die Laseranwendung oder die minimal chirurgischen Eingriffe usw. In allen Fällen muss anhand der phlebologischen Grunduntersuchung die daraus abzuleitende Behandlungsstrategie mit dem Patienten in Ruhe besprochen werden.

Konservative Therapie von Krampfadern mit medizinischen Kompressionsstrümpfen, Salben und Tabletten

Sind nur kleine Krampfadern ohne grosse Füllungsquellen vorhanden und die Beschwerden gering, kann eine konservative Therapie mit Strümpfen, Salben und Tabletten versucht werden. All die konservativen Massnahmen führen in allen Fällen nur zu einer Verminderung der Beschwerden wie zum Beispiel Schweregefühl, Schwellungsneigung, Schmerzen, schweren Beinen, Wadenkrämpfen usw. Mit all diesen Massnahmen kann nie das genetisch bedingte Krampfaderleiden gestoppt, rückgängig oder aufgehalten werden.

Krampfadern entfernen ohne Operation?

Bei der minimal invasiven chirurgischen Therapie (=Stripping), als auch den modernen endovenösen Katheter Techniken, wird nur die defekte oberflächliche Stammvene therapiert. Jedes Bein hat nur zwei oberflächliche Stammvenen. Die Vena saphena magna, welche vom Innenknöchel bis ist die Leiste verläuft und die Vena saphena parva, welche vom Aussenknöchel bis in die Kniekehle verläuft.
Bei allen Methoden müssen die oft zahlreichen Seitenäste zusätzlich mittels chirurgischer Phlebectomie („Häkeln“) oder der Sklerosierungstechnik angegangen werden.

Die minimal invasive Krampfader Operation (Stripping, Phlebektomie)

Bei der Varizenoperation wird die Krampfader exakt an ihrem Beginn „Quelle“ ligiert und danach entfernt (gestrippt). Zudem werden alle Seitenäste im Gebiet der Quelle (Leiste und /oder Kniekehle) ebenfalls mitentfernt. Je mehr Seitenäste entfernt werden, umso besser der Langzeitverlauf.

Bei der Varizenoperation wird die Krampfader exakt an ihrem Ursprungsort (=Füllungsquelle) abgesetzt (ligiert) und danach die oberflächliche Stammkrampfader mit dem Stripper entfernt. In der gleichen Sitzung werden alle ausgeweiteten Seitenäste (=Seitenastvarikose) mit der Häckelmethode entfernt.

Das Prinzip der operativen Entfernung von Krampfadern wurde vor über 100 Jahren entwickelt und besteht darin, dass die krankhaft veränderten Venenabschnitte (Stamm- und Seitenastvenen) des oberflächlichen Venensystems chirurgisch entfernt werden. In den meisten Fällen wird über einen kleinen Hautschnitt in der Leiste und/oder der Kniekehle die oberflächlichen Stammvene an der Einmündung in das tiefe Venensystem unter vorheriger Markierung mit der Ultraschalluntersuchung aufgesucht und exakt an der Mündung in das tiefe Venensystem ligiert (abgesetzt). Danach wird mit einer feinen langen Sonde (= PIN Stripper, Einmalstripper, Kryostripper usw.) die defekte oberflächliche Stammvene sondiert, die Sonde in der Stammvene bis an den Unterschenkel geführt und die Stammvene in der zuvor definierten Länge entfernt (=Stripping). Die verbleibenden Seitenast Krampfadern werden über kleinste Hautschnitte mit einem Häkchen herausgezogen (=Phlebektomie).

Moderne Verfahren (Katheter Methoden, Laser, Radiofrequenz, Closure-Fast, VNUS, VenaSeal Acrylat Kleber)

Bei den endovenösen Kathetertechniken (Laser, Radiofrequenz, Dampf) wird die oberflächliche Stammvene im Bein belassen und mit Energie (Wärme) verschlossen.

Bei den endovenösen Kathetertechniken (Laser, Radiofrequenz, Dampf) wird die oberflächliche Stammvene im Bein belassen und mit Energie (Wärme) verschlossen. Beim Kleber wird das Klebemittel mit einem Katheter in die Krampfader gebracht und die Venenwände sofort verklebt.

Das auch heute noch global erfolgreichste Therapieverfahren der Stammvenenbehandlung (ClosureFast Verfahren) wurde von Herr Professor Dr. med. Thomas Proebstle (vgl. Homeseite) durchgeführt und 2006 im Rahmen der von ihm geleiteten europäischen Multicenter-Studie weltweit eingeführt. Ebenso führte er die endovenöse Lasertherapie der Stammvenen im Rahmen seiner Habilitation an der Universität Mainz in Deutschland im Jahr 2001 ein.

Endovenöse Kathetertherapie mit ClosureFast-Venefit (=Radiowelle) 

Durch einen unter Ultraschallkontrolle, in der Regel am Unterschenkel, eingeführten Radiowellen-Katheter wird in örtlicher Betäubung die oberflächliche Stammvene innerlich mit Hitze verschlossen und die so erkrankten Venenabschnitte ausgeschaltet. Die Behandlung wird an unserem Venenzentrum ambulant in lokaler Betäubung (Tumeszenz-Lokalanästhesie) durchgeführt. Auf einen Leistenschnitt kann mit dieser Methode verzichtet werden. Die verbleibenden Seitenastkrampfadern werden mit der Häkelmethode (Phlebektomie) entfernt oder mit der Schaumverödung angegangen.

Kompressionsstrümpfe werden in der Regel nur eine Woche getragen. Die Schmerzen nach dem Eingriff sind gering und bereits am Tag nach dem Eingriff sind die Patienten in der Regel voll Arbeitsfähig.

Endovenöse Kathetertherapie mit Venen-Laser

Die endovenöse Kathetertherapie mit dem VenenLaser kommt vor allem dann zur Anwendung, wenn technisch anspruchsvollere Situationen anzutreffen sind. Häufig sind dies Patienten nach bereits vorangegangenen oberflächlichen Krampfader Stammvenenbehandlungen (Crossectomie, Stripping-Methoden) mit erneut auftretenden kleinen Krampfadern im Bereich der ehemaligen grossen Füllungsquelle (Leiste, =Crossenrezidiv). Ebenso ist die Behandlung von funktionsuntüchtigen Perforansvenen (= defekte Verbindungsvenen von der Tiefe in die Oberfläche) eine gute und erfolgreiche Indikation für die Laseranwendung.

Die Behandlung wird an unserem Venenzentrum ambulant in lokaler Betäubung (Tumeszenz-Lokalanästhesie) durchgeführt. Die verbleibenden Seitenastkrampfadern werden mit der Häkelmethode (Phlebektomie) entfernt oder mit der Schaumverödung angegangen.

Kompressionsstrümpfe werden in der Regel nur eine Woche getragen. Die Schmerzen nach dem Eingriff sind gering und bereits am Tag nach dem Eingriff sind die Patienten in der Regel voll Arbeitsfähig.

Querschnitt Oberschenkel. Bei der Krampfader Operation/ Kathetertherapie (Laser usw.), Verödungstherapie werden nur oberflächliche Venen entfernt/ verschlossen und die tiefen Venen (mehr als 95% für den Rücktransport verantwortlich) belassen. Oberflächliche Krampfadern (gelbe Schicht) können folglich problemlos und möglichst zahlreich entfernt werden. Ebenfalls können wiederauftretende Krampfadern beliebig viel therapiert werden.

Querschnitt Oberschenkel. Bei der Krampfader Operation/ Kathetertherapie (Laser usw.)/ Verödungstherapie werden nur oberflächliche Venen entfernt oder verschlossen und die tiefen Venen (welche in mehr als 95% für den Rücktransport verantwortlich sind) belassen. Oberflächliche Krampfadern (gelbe Schicht) können folglich problemlos und möglichst zahlreich entfernt werden. Ebenfalls können wiederauftretende Krampfadern beliebig oft therapiert werden.

Endovenöse Kathetertherapie mit VenaSeal Acrylatkleber

Das VenaSeal Verfahren ist seit September 2011 in Deutschland und Europa zugelassen und ist das erste Verfahren zur Therapie von defekten Stammvenen, welches ohne ausgedehnte Lokalanästhesie, ohne das anschließende Tragen von Kompressionsstrümpfen und ohne Nervenschäden durchgeführt werden kann. Die verbleibenden Seitenastkrampfadern werden mit der Häkelmethode (Phlebektomie) entfernt oder mit der Schaumverödung angegangen.

Der Venenverschluss wird durch das tropfenweise Einspritzen eines patentierten, medizinischen Acrylatklebers unter Ultraschallkontrolle erreicht. Im Durchschnitt werden nur etwas mehr als 1 ml des Venenklebers für eine große Stammvene benötigt. Die Punktionsstelle, in der Regel am Unterschenkel, wird dann mit einem Pflaster verschlossen. Ähnliche High-Tech-Kleber werden bereits seit Jahren in anderen Bereichen der Medizin verwendet, etwa zum Verschluss von potentiell tödlichen Erweiterungen der Arterien im Hirn.

Diese Methode wird deshalb zunehmend von Patienten gewünscht, welche in der warmen Jahreszeit therapiert werden möchten und keine Kompressionsstrümpfe tragen wollen.

Die Schaumverödung

Bei der Schaumsklerosierung wird mit einem aufgeschäumten Verödungsmittel eine Entzündung der Venenwände ausgelöst und die entzündeten Venenwände mit Kompressionsverbänden verklebt.

>> Mehr über Schaumverödung von Krampfadern lesen

Wo fliesst das Blut nach der Operation/ Kathetertherapie von Krampfadern durch?

Durch das gezielte Entfernen der oberflächlichen Krampfadern wird die normale Funktion des übrigen oberflächlichen und tiefen venösen Systems erhalten.
Wir unterscheiden ein oberflächliches und ein tiefes Beinvenensystem. Das oberflächliche System mit den oft sichtbaren Krampfadern transportiert maximal 10 % vom Gesamtvolumen und befindet sich zwischen der Haut und der Muskulatur. Der venöse Hauptabstrom erfolgt im tiefen Beinvenensystem (90%) und kann problemlos auch das oberflächliche Blutvolumen übernehmen. Bei den Krampfaderoperationen wird das tiefe Beinvenensystem nicht tangiert, ausser kleinflächig und exakt an den jeweiligen Füllungsquellen. Mit ganz seltenen Ausnahmen können deshalb alle oberflächlichen Venen bedenkenlos und grosszügig entfernt werden.

Wieso müssen nach Krampfadetherapien elastische Kompressionsverbände oder Kompressionsstrümpfe getragen werden?

Alle elastischen Kompressionsverbände müssen vom Fuss her gewickelt werden, nie isoliert nur über einem Hautschnitt. Immer von distal (herzfern) beginnend nach proximal (herznah).

Alle elastischen Kompressionsverbände müssen vom Fuss her gewickelt werden, nie isoliert nur über einem Hautschnitt. Immer von distal (herzfern) beginnend nach proximal (herznah).

Nach praktisch allen chirurgischen Eingriffen (Stripping) als auch allen endovenösen kathetertechnischen Eingriffen (Laser, Radiofrequenz, Kleber) werden neben den oberflächlichen Stammvenen die verbleibenden Seitenastkrampfadern mit der Häckelmethode oder der Schaumverödung therapiert. Fest angelegte Kompressionsverbände oder Kompressionsstrümpfe vermindern deshalb bei allen Methoden die Schwellungsneigung, den Schmerz und dienen zugleich der Thromboseprophylaxe. Ein konsequenter Druck auf die Blutergüsse, verödeten Seitenäste und Narben begünstigt zudem auch das kosmetische Resultat. Obschon bei den modernen Kathetermethoden oftmals der Verzicht von Kompressionsstrümpfen angepriesen wird, empfehlen wir in jedem Fall das Tragen von Kompressionsstrümpfen bis zum Abklingen mindestens der Blutergüsse (Hämatome). Danach sind alle in der Entscheidung frei. Grundsätzlich gilt: je mehr Stunden Druck pro Tag auf die Narben und verhärteten Stellen (Blutergüsse), desto rascher und schöner deren Abheilung.

Je nach Eingriff ist das Tragen während mehrerer Tage, Wochen oder sogar Monaten empfehlenswert.

Je nach Eingriff ist das Tragen während mehrerer Tage, Wochen oder sogar Monaten empfehlenswert.

Alle Kompressionsverbände müssen korrekt angelegt werden, indem immer vom Fuss her gewickelt wird. Der Fuss muss immer auch eingewickelt sein. Nie dürfen elastische Kompressionsverbände nur über einem Hautschnitt zum Beispiel der Wade oder Kniekehle angezogen werden, ansonsten wird der venöse Rückfluss vom Fuss her behindert mit der Gefahr einer tiefen Beinvenenthrombose. Elastische Verbände deshalb immer von distal (herzfern) beginnend nach proximal (herznah) binden. Der höchste Druck muss am Fuss sein (herzfern) und lässt gegen den Oberschenkel nach (herznah). Damit wird das periphere venöse Blut vom Fuss Richtung Leiste gepresst.

Nach anfänglicher Therapie mit Kompressionsverbänden kann nach wenigen Tagen auf medizinische Kompressionsstrümpfe der Klasse 2 gewechselt werden. Je nach Eingriff ist das Tragen während mehrerer Tage, Wochen oder sogar Monaten empfehlenswert. Je unschöner eine Narbe erscheint (Verfärbung), desto länger sollten Kompressionsstrümpfe getragen werden.

Komplikationen nach minimal invasiven chirurgischen Eingriffen wie zum Beispiel Stripping, Phlebektomie (Häkeln)

Komplikationen nach minimal invasiven chirurgischen Eingriffen

Komplikationen nach minimal invasiven chirurgischen Eingriffen

Nach minimal invasiven chirurgischen Entfernungen vom Krampfadern sind die Hautschnitte in der Regel sehr klein, sodass das Blut noch längere Zeit in Form von Verhärtungen und Schwellungen unter der Haut verbleibt (A). Zudem können wie Ballone gestaute Lymphgefässe pralle Kugeln unter der Haut verursachen (B), welche mit gezielten Druck langsam verschwinden. Aus einzelnen Schnitten kann Bindegewebe, kleine Nerven, Venenreste usw. (C) austreten. Diese können mit einer Nagelschere auf Hautniveau abgeschnitten werden. Verletzte Lymphgefässe über der Haut können innerhalb weniger Tage Hautdefekte (=Mazerationen) bis hin zu ausgedehnten bakteriellen Infekte verursachen (Lymphangitis, Blutvergiftung), welche am besten zu Beginn der Entzündung spezialärztlich behandelt werden müssen (D). Einige Schnitte verheilen langsam und sind anfänglich dunkel verfärbt und hellen innerhalb von Monaten auf (E). Wird bei der Krampfaderentfernung ein kleiner Hautnerv verletzt, sind für einige Wochen bis Monate verminderte Empfindlichkeit, Überempfindlichkeit auf der Haut vorhanden und klingen ohne Therapie langsam ab (F).