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Venen Schmerzen


Venen sind sowohl in der Haut als auch in allen anderen Organen des menschlichen Körpers vorhanden. Die Venen dienen dem venösen Rückstrom des Blutes von der Peripherie zum Herz. Neben dem Transport von sauerstoffarmem Blut übernehmen die Venen weitere wichtige Transportfunktionen. Das oberflächliche Venennetz der Haut ist besonders bei heller Hautfarbe deutlich sichtbar und wird gelegentlich zum Beispiel an Brust, Kopf, Gesicht usw. als kosmetisch störend empfunden. Bei schlanken und gut trainierten Personen treten die oberflächlichen Venen zum Teil prominent über das Hautniveau hervor. Diese normalen Venen werden als Sportlervenen bezeichnet.

An welchen Stellen des Körpers können Venen schmerzhaft sein?

Bei normalem venösem Blutfluss sind die Venen nicht spürbar. Sind die Venen jedoch gestaut oder entzündet, treten Schmerzen auf. Die Stauung kann durch ein Abflusshindernis entstehen, indem die Vene von aussen zusammengedrückt wird (Tumor, Gebärmuttervergrösserung Schwangerschaft, Venenthrombose usw.). Beim Krampfaderleiden ist die Schlussfähigkeit der Venenklappen vermindert und führt zu einem Rückfluss vom venösen Blut in die Peripherie mit schmerzhafter Schwellung vor allem der Wade und dem Fuss. Neben den Beinen treten Krampfadern vor allem im linken Hoden (Scrotum) auf (Varikozele) und kann aufgrund einer chronischen Überwärmung zu Unfruchtbarkeit führen. Ebenso können Krampfadern bei Frauen im Becken und Schamlippen auftreten und schmerzhaft sein (Vulva Varikose). Treten spontane Blutungen kleiner Venen in der Haut auf wie zum Beispiel der Nase, Finger, Auge usw. führen diese teilweise zu ausgedehnten, oberflächlichen Blutergüssen (Hämatome). Kann sich der Bluterguss nicht ausdehnen (Bsp. unter dem Nagel), führt die Blutansammlung zu einer lokalen Druckerhöhung mit Schmerzen. Spontanblutungen sind harmlos und werden innerhalb von Tagen abgebaut.

Welches sind typische Schmerzen einer Venenentzündung?

Venenentzündungen (Phlebitis) sind typisch im Verlauf der betroffenen Venenabschnitte relativ scharf lokalisiert, stark schmerzhaft, gerötet, verhärtet und überwärmt. Ist die Entzündung weit ausgedehnt, können pulsierende Schmerzen auftreten. Dauern Venenentzündungen bwz. deren Ursache (Krampfadern) über lange Zeit, wird die Haut zunehmend geschädigt und Symptome wie Kribbeln, Jucken, Ekzeme und Braunverfärbung der Haut treten auf.

Werden die Venen gestaut, sind in erster Linie Waden und Füsse aufgeschwollen. Oft führt die Schwellung zu Müdigkeitsgefühl und ziehenden, krampfartigen Beinschmerzen.

Sollte bei einer Venenentzündung ein Arzt aufgesucht werden?

Grundsätzlich sollte bei jeder oberflächlichen Venenentzündung ein Spezialarzt aufgesucht werden. Ist die Venenentzündung als Komplikation einer vorbestehenden Krampfader verursacht, muss das Krampfaderleiden therapiert werden. Ansonsten ist mit wiederauftretenden Komplikationen zu rechnen. Schreitet der Entzündungsprozess und die Thrombosierung in der oberflächlichen Vene weiter fort, besteht die Gefahr, dass diese in das tiefe Beinvenensystem mündet (Propagation). Werden Anteile vom Thrombus in das tiefe Beinvenensystem gespült, besteht die Gefahr einer Lungenembolie.

Wie können die Schmerzen einer Venenentzündung gelindert werden?

Die Therapie einer oberflächlichen Thrombose oder Entzündung einer Krampfader ist abhängig von der Grösse und Ausdehnung derselben. Kleinere Venenentzündungen können mit Schmerztabletten und kühlenden Wickeln oder Salben therapiert werden. Sind grössere und stark schmerzhafte Thromben in den Krampfadern vorhanden, werden die Thromben mit einer kleinen Inzision in die Krampfader und sanftem Druck vollständig exprimiert. Ein rascher Rückgang der Schmerzen ist die Regel. Die Ursache der Venenentzündung sollte bereits in der Akutphase oder etwas später abgeklärt und behoben werden. Eine gute Prophylaxe gegen Venenentzündungen- und Thrombosen ist die Aktivierung von Muskeln und Gelenken mit Beschleunigung vom venösen Rückfluss. Damit das Blut nicht eindickt, sollte bei Wärme als auch vermehrter körperlicher Anstrengung genügend Flüssigkeit getrunken werden.

Bewegung und Flüssigkeit

Eine gute Prophylaxe gegen Venenentzündungen und Thrombosen ist die Aktivierung von Muskeln und Gelenken. Damit das Blut nicht eindickt, sollte bei Wärme als auch vermehrter körperlicher Anstrengung genügend Flüssigkeit getrunken werden.

Sollen Venenentzündungen mit Wärme oder Kälte therapiert werden?

Alle Entzündungen lösen die typischen Symptome einer vermehrten Wärme und Hitze aus. Deshalb wird Kälte in den allermeisten Fällen als besonders angenehm empfunden. Die Kälteapplikation kann mit kühlenden Salben, Umschlägen oder Kältebeutel erfolgen. Wird Eis angewendet, muss die Haut vor übermässiger Kälte geschützt werden, ansonsten drohen Kälteschäden der Haut. Verspürt ein Patient Wärme als angenehmer, darf er eine solche durchführen. Auch bei der Wärme gilt ein Hautschutz.


Warum schmerzen Venen?

Ist eine Vene verletzt, löst dies eine Entzündungsreaktion der Venenwand aus. Je nach Lokalisation und Grösse der Entzündung treten mehr oder weniger Schmerzen entlang der Vene und des benachbarten Gewebes auf. Werden Venen gestaut, dehnen sich diese schmerzhaft auf. Durch den erhöhten Veneninnendruck werden die Poren der Venenwände geöffnet und Wasser tritt in das Gewebe aus und führt zu einer Schwellung (Ödem). Die vermehrte Spannung der Haut aktiviert die Vielzahl von Hautnerven mit Schmerzauslösung.

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Krampfader Behandlung – Video

Dr. med. Bruno P. Schwarzenbach 3. August 2015

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