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Schwangerschaft und Venenleiden

Was bedeutet Schwangerschaft für die Venen?

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Schwangerschaft und Venenleiden

In der Schwangerschaft werden die Venen durch die vermehrten weiblichen Hormone erweitert. Mit zunehmender Schwangerschaftsdauer nimmt die Gebärmutter an Grösse zu und drückt auf die Venen innerhalb des Beckens. Der Blutabstrom ist deshalb aus den Beinen vermindert. Die erweiterten Venen und der erhöhte Venendruck führen deshalb zu einer deutlichen Zunahme der Beinschwellung. Die Venen in den Beinen werden während der Schwangerschaft deutlich strapaziert.

Krampfadern und Schwangerschaft

Besteht bereits vor der Schwangerschaft ein sichtbares Krampfaderleiten, werden diese sichtbaren Krampfadern durch die Schwangerschaft stärker erweitert und nehmen auch in der Ausdehnung noch zu. Oft sind jedoch vor der Schwangerschaft keine Krampfadern sichtbar aber das Krampfaderleiden wurde vererbt, das heisst, eine Klappenschwäche in den Venen besteht bereits. In diesen Fällen ist das Auftreten von Krampfadern erst in der Schwangerschaft sichtbar. Ist keine Vererbung von Krampfadern vorhanden, werden auch nach mehreren Schwangerschaften keine Krampfadern auftreten.

Besenreiser und Schwangerschaft

Besenreiser ist die kleinste Form von Krampfadern. Diese sind in der Haut lokalisiert und deshalb gut sichtbar. Auch die kleinen Krampfadern in der Haut werden durch die Hormone während der Schwangerschaft erweitert und erscheinen deshalb in dieser Zeit deutlich vermehrt. Nach der Geburt verschwinden die meisten der während der Schwangerschaft aufgetretenen Besenreiser innerhalb einiger Monate wieder.

Thrombose und Schwangerschaft

Durch die vermehrten weiblichen Hormone als auch durch den zunehmenden Druck in den Beinvenen durch die vergrösserte Gebärmutter im Becken, steigt die Thrombose Gefahr in der Schwangerschaft. Deshalb gilt in dieser Zeit, die Beine vermehrt zu bewegen und die Beinmuskulatur zu aktivieren.

Wann therapieren? Welche Methode?

Krampfadern, welche neu während der Schwangerschaft auftreten, werden mit wenigen Ausnahmen konservativ therapiert, das heisst mit medizinischen Kompressionsstrümpfen oder Kompressionstrumpfhosen. Nur in ganz seltenen Fällen ist ein operativer Eingriff oder eine Verödungstherapie notwendig. Dies einerseits als Schutz für das Kind andererseits auch im Wissen, dass in den allermeisten Fällen relativ rasch nach der Geburt auch die zum Zeit massiv neu aufgetretenen Krampfadern wieder rückgängig sind. Wichtig zu wissen ist aber, dass auch bei praktisch nicht mehr sichtbaren Krampfadern eine phlebologische Abklärung ein paar Monate nach der Geburt durchgeführt werden sollte. Denn eine Therapie vor der nächsten Schwangerschaft verhindert ein Auftreten von noch grösseren, mit Sicherheit wiederauftretenden Krampfadern, deren Beschwerden und Komplikationen.

Die Beschwerden während der Schwangerschaft lindern

Die einfachste und sicherste Methode, die Beschwerden von Krampfadern während der Schwangerschaft zu lindern ist die aktive Bewegung der Beinmuskulatur, das Hochlagern der Beine und das Tragen von medizinischen Kompressionsstrümpfen oder Kompressionsstrümpfe der Klasse 2. Sind die Beschwerden sehr stark ausgeprägt, können zusätzliche elastische Bandagen über die Strümpfe angelegt werden. Diese Kombination ist zwar mit etwas mehr Aufwand verbunden, aber der Therapieerfolg sehr gut.

Kosmetische Eingriffe

Während der Schwangerschaft sind kosmetische Eingriffe nicht sinnvoll. In erster Linie soll das Kind nicht gefährdet werden und zweitens werden während der weiteren Schwangerschaftszeit noch viel mehr Besenreiser und grössere Krampfadern auftreten. Somit müsste während der ganzen Schwangerschaftszeit intensiv therapiert werden und kaum das erhoffte Resultat bringen. Alle kosmetischen Eingriffe können ein paar Monate erneut nach der Geburt durchgeführt werden.

Einflüsse während Stillen?

Auch während der Stillzeit bleiben die weiblichen Hormone erhöht und die Besenreiser noch sichtbar. Am sinnvollsten ist deshalb, mit allen Eingriffen sowohl chirurgischer als auch nichtchirurgischer Art ein paar Monate zu warten, ausser ein Eingriff ist zwingend notwendig. Nach ein paar Monaten ist erst ersichtlich, wieviel das Krampfaderleiden während der Schwangerschaft zugenommen hat. Ebenso sind in vielen Fällen die Besenreiser als auch kleineren störenden Krampfadern wieder verschwunden. Bei grösseren Krampfadern sollten aber phlebologische Abklärungen vorgenommen werden, um ein Krampfaderleiden bereits im Anfangsstadium zu erkennen und zu therapieren.

Dr. med. Bruno P. Schwarzenbach 01. Dezember 2015

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